Bukarest ist wieder Klein-Paris
Bukarest überrascht. In der Zeit der Ceausescu-
Diktatur schwer gebeutelt, präsentiert
sich Rumäniens Hauptstadt heute erstaunlich
vital. Stolz zeigt die Stadt ihre alten Schönheiten,
die ihr in der Vergangenheit den Beinamen
“Das Klein-Paris des Ostens” bescherten.
Ebenso gerne wie an der Seine gibt man
sich hier den Genüssen des Lebens hin.
Bukarest, eine Stadt mit zwei Millionen Einwohnern,
ist das politische, wirtschaftliche und
kulturelle Zentrum des Landes. Die Stadt versprüht
wieder ein internationales Flair. Oper,
Operette, Kinos und zahlreiche Theater haben
hier ihre Spielstätte. Überall entstehen anspruchsvolle
Restaurants, schicke Bars, neue
Hotels und Boutiquen. In der Stadt finden zahlreiche
Messen, Film-, Theater- und Musikfestivals,
Konzerte und Ausstellungen statt.
Während der Ceausescu-Diktatur fielen zahlreiche
Straßenzüge der Abrissbirne zum Opfer.
Doch eine Reihe bedeutender Bauwerke hat die
schweren Zeiten überdauert. Bukarest wird heute
wieder von Touristen aus aller Welt besucht.
Die Stadt präsentiert sich mit einer erstaunlich
vielfältigen architektonischen Mischung. Neben
monumentalen Bauten im sozialistischen Zukkerbäckerstil
finden sich liebevoll sanierte Bauwerke
im eklektischen Stil des ausgehenden
19. Jh., dazwischen funktionalistische Gebäude
in der Tradition des Bauhauses.
Im Parlaments-Palast (Palatul Parlamentului),
dem zweitgrößten Gebäude der Welt, fand der
Größenwahn Ceausescus seinen Ausdruck. Die
Fläche beträgt 265.000 qm. Teile des Palastes
können heute besichtigt werden und zeigen
eindrucksvoll Prunksucht und Geschmacklosigkeit
des Diktators.
Nach Pariser Vorbild entstand bis 1936 der Triumpfbogen
(Arcul de Triumf ) in klassisch-römischer
Art. Wie in Paris strömt der Verkehr
sternförmig auf den mächtigen Bogen zu.
Das Athenäum mit seinen gewaltigen ionischen
Säulen entstand 1885-1888. Der kuppelgedeckte
Rundbau ist heute Sitz der Staatsphilharmonie
und verfügt über rund 1.000 Sitzplätze.
Weitere Sehenswürdigkeiten: Curtea Veche (der
Alte Fürstenhof ), Dorfmuseum (mit rund 300
originalen Häusern und Bauernhöfen aus
unterschiedlichen Regionen), das Nationale
Kunstmuseum (im alten Königspalast), Klöster
Cernica, Tiganesti, Caldarusani und Snagov,
Paläste Mogosoaia und Stirbei.
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